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Geschichte des FCR
Die Entstehung des BV 08 Lüttringhausen
Am 25. Oktober 1908 wurde der BV 08 Lüttringhausen gegründet. Am 2. März 1912 wurde der Verein in den Westdeutschen Spielverband aufgenommen. Durch den Ausbruch des ersten Weltkrieges wurde der Sportbetrieb komplett eingestellt. Im Jahr 1917 konnte erstmals wieder ein Spiel stattfinden. Der Verein schlug den FC Solingen mit 6:2. Am 7. September 1919 hatte man bereits mehr als 200 Mitglieder und sieben Mannschaften zur Verfügung. In der Saison 1930/31 stieg der Verein durch eine fulminante Siegesserie in die Sonderliga auf, der damals höchsten Spielklasse im Westdeutschen Verband. Während des zweiten Weltkrieges musste der Verein aus Personalnöten wieder in die Kreisklasse absteigen. In der Saison 1981/82 gelang dem BV 08 Lüttringhausen der Aufstieg von der Oberliga in die 2. Bundesliga. Allerdings stieg man zwei Jahre später als Tabellenletzter ab. Am 9. August 1984 wurde dann der BV 08 Lüttringhausen in BVL 08 Remscheid umbenannt.
VfB 06/08 Remscheid - VfB Marathon Remscheid
1906 wurde der FC 1906 Remscheid gegründet. Nach der Auflösung des FC im Jahr 1914 wurde der Verein 1917 als VfB 06 Remscheid wieder ins Leben gerufen. Während des 2. Weltkriegs fusionierte der VfB 06 mit dem 1928 entstandenen VfL Marathon 1928 Remscheid, der bis 1937 als SV Edelstahlwerke Remscheid die Betriebssportgemeinschaft der Deutschen Edelstahlwerke in Remscheid war. Der Name des 1944 entstandenen Vereins war VfB Marathon 06 Remscheid. Ab 1945 trat der Club dann als VfB Marathon Remscheid an.
Unter diesem Namen gewann der Club 1945/46 die Remscheider Stadtmeisterschaft und belegte in der Endrunde der Stadtmeister Berg-Mark hinter dem VfL Benrath den zweiten Platz. Damit verpasste der VfB das Halbfinale um die niederrheinische Meisterschaft, die den höchstmöglich erreichbaren Titel bedeutete. 1949 gelang dem VfB dafür das Kunststück, trotz der Zusammenlegung der vielen westdeutschen Bezirksligen zur zweigleisigen 2. Liga West den einzigen Platz für einen bisherigen Drittligisten in der neuen Liga zu ergattern. Und der Neuling spielte gut mit und belegte am Ende den vierten Tabellenplatz. Der vierte Platz bedeutete die beste Platzierung in der Vereinsgeschichte. Nach der Zusammenlegung der beiden Staffeln der 2. Liga West zu einer eingleisigen Liga 1952, konnte sich der VfB nur noch zwei Jahre in der Liga halten. In der Saison 1953/54 belegte man nur Rang 15, was den Abstieg bedeutete. Ein Jahr später sicherte man sich mit einem 3:0 daheim gegen Marathon Homberg vor über 10.000 Zuschauern die Meisterschaft in der Amateurliga Niederrhein und damit verbunden den direkten Wiederaufstieg in die 2. Liga. In der Saison 1956/57 wurde man dort immerhin 11., musste jedoch ein Jahr später durch Rang 16 erneut absteigen. Und diesmal ging es gewaltig bergab. Dem Abstieg in die Amateurliga folgte gleich ein weiterer in die Landesliga. 1968 stand der VfB Marathon als Vizemeister der Amateurliga Niederrhein um ein Haar vor der Rückkehr in die Zweitklassigkeit. Als Trostpflaster vertrat der VfB unter Trainer Kurt Carel den Bezirk Niederrhein bei der Deutschen Amateurmeisterschaft. Nach Siegen jeweils über die Amateurmannschaften des 1. FC Kaiserslautern, von Arminia Hannover und des 1. FC Köln, traf der VfB Marathon im Finale von Bochum vor 10.000 Zuschauern auf Wacker München. Das 5:3 n.V. nach drei Treffern von Jürgen Kohle sowie Toren von Klaus Budde und Dieter Stachel bedeutete mit dem Erringen der Amateurmeisterschaft 1968 den aus sportlicher Sicht wohl allergrößten Erfolg. 1971 fusionierte VfB Marathon 06 Remscheid mit dem BV 08 Remscheid und lebte fortan als VfB Remscheid 06/08 weiter. Dies gelang zunächst erfolgreich. Der Verein wurde drei Mal hintereinander Vizemeister in der Amateurliga Niederrhein, verpasste jedoch jeweils den Aufstieg in die zweitklassige Regionalliga. Dafür stand er jeweils in der Endrunde um die deutsche Amateurmeisterschaft. 1972 scheiterte der Verein in der zweiten Runde im Elfmeterschießen am Titelverteidiger SC Jülich 1910. 1973 erfolgte schon in der 1. Runde das Aus, wieder nach Elfmeterschießen diesmal gegen den VfR Aalen. 1974 lief es deutlich erfolgreicher. Nach Siegen über den Blumenthaler SV, TuS Neuenrade und den SC Victoria Hamburg traf der VfB im Finale in Worms auf den SSV Reutlingen 05. Nach dem 2:2 n.V. im ersten Spiel unterlag der VfB im Wiederholungsspiel mit 1:2. 1977/78 schaffte er auch souverän die Qualifikation für die neue Amateur-Oberliga Nordrhein. Dort konnten sich die Remscheider aber nur zwei Spielzeiten halten und stiegen 1980 ab. Dem VfB gelang erst 1986 die Rückkehr in die Amateur-Oberliga. Nach dem sechsten Platz als Neuling 1986/87 spielte der VfB nur in der zweiten Tabellenhälfte. Als 1988 auch der inzwischen als BVL Remscheid firmierende Lüttringhauser Lokalrivale wieder in Amateur-Oberliga abstieg, standen zwei Remscheider Vereine in der selben Spielklasse. Die Fußballabteilung des VfB 06/08 fusionierte daher zum 1. Juli 1990 mit dem BVL zum FC Remscheid.
Vom BVL 08 Remscheid zum FC Remscheid
1986 gewann man als BVL 08 Remscheid die Deutsche Amateurmeisterschaft. In der Saison 1987/88 konnte man dann nochmals ein Jahr zweitklassig spielen. Als dann allerdings im Jahr 1988 der BVL 08 Remscheid und der VfB Remscheid 06/08 beide in der Amateur-Oberliga spielten, beschloss man die Fusion beider Vereine. Am 1. Juli 1990 wurde dann beide Vereine zum FC Remscheid vereinigt. Von den Jahren 1991 bis 1993 schaffte es der Verein nochmals in der 2. Bundesliga zu spielen. Man stieg in die drittklassige Oberliga ab, die 1994 mit der Einführung der Regionalliga nur noch viertklassig war. In der Saison 1995/96 konnte man den Aufstieg in Regionalliga West schaffen und hielt bis zur Saison 1997/98 die Klasse. Ein Jahr später folgte als Tabellenletzter der Abstieg. Seit dem Jahr 2000 fand dann ein regelrechtes Durchreichen des FC Remscheids statt. Weder die Oberliga noch die Verbandsliga konnten mit dem Klassenerhalt beendet werden. Man spielt nun in der noch siebttklassigen Landesliga in der man dreimal den 2. Platz holen konnte und somit immer knapp den Aufstieg in die Verbandsliga Niederrhein verpasst hat.
Erfolge
· 2. Bundesliga (1982 bis 1984 als BV 08 Lüttringhausen, 1987/88 als BVL Remscheid und 1991 bis 1993 als FC Remscheid) · Deutscher Amateurmeister 1968 (als VfB Marathon 06), 1986 (als BVL 08 Remscheid) · DFB-Pokal Teilnahme in den Saisons 1978/79 (1. Hauptrunde), 1983/84 (1. Hauptrunde), 1984/85 (1. Hauptrunde), 1986/87 (2. Hauptrunde), 1990/91 (Achtelfinale), 1992/93 (3. Runde)
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